Kurz für die Leser, um die Sachlage in Kehl grob zu überblicken:
Die Tram aus Straßburg soll nach Kehl auf den Bahnhofsvorplatz fahren. Dafür soll eine weitere Brücke zwischen Straßburg und Kehl gebaut werden. Aufgrund städtebaulicher Maßnahmen entstehen in Rheinufernähe in Straßburg neue Wohngebiete. Diese wären mit dieser Tramlinie direkter an Kehl angeschlossen. Somit ist Kehl für diese Menschen zum Einkaufen (noch) attraktiver.
Die Buslinie zwischen Straßburg und Kehl wird die nächsten Jahre auf jeden Fall wegfallen.
Wir haben mit der OSB bereits eine Anbindung an Straßburg. Sie fährt von Kehl aus die Haltenstellen “Krimmeri-Meinau” und den Straßburger Hauptbahnhof an. An der Haltestelle “Krimmeri-Meinau” kann man bequem zur Tramlinie umsteigen. Soweit ich weiß, kann man das auch beim Straßburger Hauptbahnhof “Gare Central”.
Ich bin Skeptiker (Nicht Kritiker oder Gegner) des Projektes, da ich mir noch unsicher bin, ob diese Ausgaben sein müssen, da eben genügend Anschlussstellen verfügbar sind. Lediglich die Taktraten der OSB nach Straßburg sind ungenügend und müssten ausgebaut werden. Aber dann wäre meiner Meinung nach der Anbindung an Straßburg genüge getan.
Mehr als diesen letzten Abschnitt habe ich auch nicht auf die Facebook-Gruppe der Jusos “Trommeln für die Tram” gepostet. Ich wollte damit lediglich eine Diskussion in Gang bringen. Warum denn auch nicht? Ich habe schon auf vielen Kampagnen meine Meinung kund getan und es wurde diskutiert. Es funktioniert. Auch laden die Jusos einer Pressemeldung zufolge auch ein dazu mitzumachen.
Mein kleiner kritischer Beitrag wurde dennoch gelöscht. Dazu habe ich auf der Webseite der Kehler SPD das Kontaktformular genutzt und Herrn Vesper gefragt, warum denn meine Zeilen gelöscht wurden. Ich erhielt folgende Antwort:
die Facebook-Seite “Trommeln für die Tram” ist – wie sie selbst sagen – eine Plattform für die Befürworter der Tram, initiiert von den Kehler Jusos. Damit wir uns verstehen: Wir werden nicht zulassen, dass diese Plattform, für die sich junge Menschen in ihrer Freizeit engagieren, für etwas anderes als ihre Zielsetzung und für ihren persönlichen Landtagswahlkampf missbraucht wird.
Wenn man also als Kehler Bürger (und als solcher habe ich meinen Beitrag verfasst) die Jusos fragt, ob die OSB denn nicht ausreiche, ist das also ein “persönlicher Landtagswahlkampf”. Interessant. Vor allem, wenn sich die Stadtratsfraktionen einig sind, dass man dieses Thema gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet werden soll um ein Kehler Stuttgart 21 zu verhindern.
Weiter schreibt Herr Vesper:
Wenn Sie Ihre Meinung öffentlich kundtun wollen, dann stellen Sie ein eigenes Projekt auf die Beine. Herr Hense – Sie sind der Landtagskandidat einer gegnerischen Partei! Dass Sie keinen Anspruch auf die Teilhabe an der internen Willensbildung der Jusos haben ist eine Frage des gesunden Menschenverstands!
Ich möchte gar kein eigenes Projekt auf die Beine stellen. Warum auch? Es müsste ja ein Gegen-Projekt sein, aber ich bin ja nichtmal ein erbitteter Gegner.
Der Beitrag zielte nie auf die interne Willensbildung der Jusos. Es spricht allerdings nicht für sie, wenn sie sich von diesem kleinen Beitrag in ihren Grundfesten (Wir sind für die Tram) erschüttern lassen.
Weiter im Text:
Nach den schlimmen Erfahrung die in Deutschland gemacht wurden, gehört es zu den ungeschriebenen Regeln des Anstands unter konkurrierenden Demokraten, dass man die Veranstaltungen des politischen Gegners nur dann besucht, wenn man ausdrücklich
eingeladen ist.
Ein Post in einer Facebook-Gruppe ist also ein Besuch einer SPD-Veranstaltung. Entschuldigung, dass ich soweit nicht abstrahieren konnte.
OK, ich gebe es zu, Sie möchten hier auf meinen Besuch der Aufstellungsversammlung von Herrn Hengherr (Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis Kehl) anspielen. Warum Sie diese Themen vermischen ist mir ein Rätsel, aber nun gut:
Ja ich war da und habe außerhalb des Raumes Ihre zur akkreditierung anwesenden Mitglieder gefragt, ob ich die Veranstaltung als Gast besuchen darf. Man sagte mir, dass Gäste zugelassen seien, also betrat ich den Saal. Obwohl ich pünktlich (der Termin stand ja auf Ihrer Webseite) kam, war Frau Drobinski-Weiß (SPD-MdB Wahlkreis Offenburg) schon mitten in ihrer Begrüßungsrede und fühlte sich durch mich gestört. Sie sagte, es sei keine öffentliche Veranstaltung und bat mich, den Saal zu verlassen. Also ging ich und fragte mich, warum man es Ihren Mitgliedern am Eingang nicht gesagt hatte.
Übrigens: Bei den Aufstellungsversammlungen der Grünen als auch der Linken war ich anwesend und habe ebenfalls gefragt, ob ich bleiben dürfte. Man sagte mir zu und hat sich nett unterhalten. Aber sicherlich sind beide Parteien keine Demokraten.
Auch beim FDP-S21-Stammtisch war ich als Gegner des Projektes dennoch willkommen und man unterhielt sich auch hier nett miteinander. Diese Unterhaltung war übrigens auch auf dem FDP-Landesparteitag möglich. Oh Wunder! Aber auch die FDP ist wohl keine demokratische Partei.
Ehrlich gesagt fühle ich mich durch Ihr Verhalten zunehmend bedroht – bitte hören Sie auf mir Nachrichten zu schreiben, hören Sie auf unsere Veranstaltungen zu besuchen und lassen Sie unsere Jusos in Ruhe.
Es tut mir Leid, wenn Sie sich durch mich bedroht fühlen, aber seien Sie versichert, dass ich sehr harmlos bin. Das mit den Veranstaltungen haben wir ja geklärt. Werde in Zukunft beim “übern Tellerrand schauen” die SPD aussparen. Scheinbar sind Sie nicht erwachsen genug um mit politisch anders Gesinnten klar zu kommen. Schade.
Ich habe Ihnen genau eine Nachricht geschrieben. Sie enthielt nur die Frage, warum mein Beitrag gelöscht wurde. Sie stellen es hier so dar, als würde ich Sie zuschütten mit Nachrichten. Das ist ja offensichtlich nicht der Fall, also machen Sie sich bitte nicht lächerlich.
Mit Ihren Jusos kam ich nie in den Kontakt. Schade eigentlich. Vielleicht sind die ja gescheiter und erwachsener als SPD-Ortsvorsitzende. Ich werde es leider nie erfahren.
27 Kommentare »


23. Dezember 2010 um 16:22
Papa verbietet den Kleinen also mit dir zu spielen. Bist halt auch ein schlechter Einfluss, mit deinen komischen Freiheits- und Demokratievorstellungen…
23. Dezember 2010 um 16:24
*gg* Erinnert mich sehr an den SPD-Vorsitzenden hier im Ort. Ich würde wirklich gerne wissen warum die eine derartig panische Angst vor inhaltlichen Debatten mit uns haben. *lach* Nun, die SPD wird wissen warum.
23. Dezember 2010 um 16:40
I lol’d hard. Keep on the good work, and don’t get frightened as your political opponents do. But beware of pirates, hrhrhr!
inkorrupt
23. Dezember 2010 um 16:41
Meine Güte stellt sich dieser SPD-Ortsvorsitzende an und ist dazu auch noch relativ unhöflich *kopfschüttel*. Kann es etwa sein, daß er die Piraten fürchtet?
Norbert, bleib da ruhig mal dran. Vielleicht bekommen wir noch ein paar ungewollte Steilvorlagen geliefert
.
Grüße,
Mac
23. Dezember 2010 um 17:28
Hallo,
ich wohne selbst in der Ortenau und Norbert Hense habe ich auch schon das eine oder andere Mal getroffen.
Ich finde die Reaktion von Herrn Vesper unhöflich und uneinsichtig, vorallem wenn die Jusos sowieso zur Diskussion aufrufen ist es schlichtweg feige, Denkansätze Anderer unter Vorbehalt der Öffentlichkeit auszuschliessen.
Vielleicht wird dies ja auch von Herrn Vesper gelesen oder wahrgenommen. Eine Reaktion wäre meiner Meinung nach angebracht.
Mahlzeit
23. Dezember 2010 um 17:52
[...] hier den Beitrag weiterlesen: Vorsitzender der Kehler SPD macht sich zum Affen « [...]
23. Dezember 2010 um 20:07
Also, DAS:
“Nach den schlimmen Erfahrung die in Deutschland gemacht wurden, gehört es zu den ungeschriebenen Regeln des Anstands unter konkurrierenden Demokraten, dass man die Veranstaltungen des politischen Gegners nur dann besucht, wenn man ausdrücklich eingeladen ist.”
ist echt heftig!
Heißt das, die Nazis laden in Wirklichkeit die SPD immer zu sich ein, wenn die “Sozialdemokraten” mal bei einer Nazi-Blockade mitzumachen scheinen???
23. Dezember 2010 um 20:15
Wenn ich solche “seltsamen” Aussagen von Leuten lese, die sich “Demokraten” nennen, wird mir immer ganz komisch im Bauch. Nicht unsere Welle.
23. Dezember 2010 um 20:50
Na gut, dass ich nie zu sowas eingeladen werde. SPD … einfach leise sterben lassen.
23. Dezember 2010 um 20:57
Es ist schon traurig, was für Chaoten in politischen Machtpositionen ihr Unwesen treiben.
Der Herr Vesper sollte sich schämen, sich selbst und das Wort Demokratie in einem Satz in Zusammenhang zu bringen.
Achja, es heißt nicht “…und bittete mich, den Saal…” es heißt “bat mich”
Grüße
Tarvios
Kommentar des Autors: Rechtschreibnazi!!!
Aber stimmt, das ist nicht korrekt
.
23. Dezember 2010 um 21:09
[...] SPD in Kehl ist aber so was von im Web 2.0 angekommen, wenn man da auf einer Fratzenbuch-Seite der Jusos zu einem lokalen Verkehrsprojekt mitdiskutieren wi…… [...]
23. Dezember 2010 um 21:09
Servus Leute,
ich danke für diesen Bericht. Schon wieder bin ich als SPD-Mitglied enttäuscht über das Verhalten eines Ortsvereinsvorsitzenden und finde es gut, dass ihr das ganze publiziert.
Als SPD-Mitglied kann man nicht einfach mit dem selben Grund abbügeln und wegzensieren, weshalb ich nachher auf jeden Fall noch einmal das dieser Facebookgruppe suchen werde und auch einen Link zu diesem Beitrag posten werde. Man glaubt garnicht, wie dumm manche Menschegn sind, dass sie glauben, in Zeiten des Internets verbreite sich sowas schon nicht….
Ich danke euch dafür, dass ihr euch einmischt, ohne euch würde sich die SPD wahrscheinlich bis heute nicht für ihre Netzpolitik schämen, wie z.B. für die Zustimmung zum Internetzugangserschwerungsgesetz. Macht weiter so, sonst vergisst sie das alles bis Regierungsübernahme wieder…. (JMStV in NRW war nur Glück, da Opposition SPD scheitern sehen wollte).
Wünsche ansonsten noch ne schöne Weihnachtszeit.
Mit freundlichem Gruß
YoungSocialist (auch bei Twitter)
Yacine Ghoggal
Kommentar des Autors: Die Facebook-Gruppe findet man hier: http://www.facebook.com/tramkehl Ich bitte jedoch von Shit-Storms und dergleichen abzusehen!
23. Dezember 2010 um 22:42
Ahoi Piraten,
ich habe den Genossen Vesper persönlich angeschrieben und mir das Recht vorbehalten, den Inhalt des Schreibens und seine eventuelle Antwort zu veröffentlichen und habe den Link zu diesem Beitrag in der Facebookgruppe gepostet. Jetzt warte ich erst einmal bis nach Weihnachten ab.
Gruß
YoungSocialist (auch bei Twitter)
Yacine Ghoggal
24. Dezember 2010 um 01:11
[...] den Beitrag weiterlesen: Vorsitzender der Kehler SPD macht sich zum Affen « Tags:sich-bitte, SPD, ihren, nicht-der, kontakt-schade, sind-die, ihren-jusos Verwandte [...]
24. Dezember 2010 um 08:21
Hallo Norbert,
diese Formulierung: “Aber sicherlich sind beide Parteien keine Demokraten.” halte ich für sehr kritisch. Ich weiss natürlich, was Sie meinen. Aber das könnte man Ihnen jetzt echt schlecht auslegen, wenn man böse will.
“Oh Wunder! Aber auch die FDP ist wohl keine demokratische Partei.” Das ist denke ich besser formuliert.
Sonst behauptet nachher jemand, Sie hätten gesagt die Grünen und die Linke wären nicht demokratisch…
24. Dezember 2010 um 11:04
Das war aber zeitig für Godwin’s Law… alle Achtung.
24. Dezember 2010 um 14:05
Hallo Leute,
es tur mir Leid um die viele Aufregung, bitte versucht zum Teil nachzuvollziehen, was mich zu meiner Reaktion gebracht hat.
Die Tram ist mehr oder weniger umstritten. Das Anliegen der Jusos war und ist es, eine Kampagne FÜR die Tram zu machen. Das ist aus einem einstimmigen Beschluss hervorgegangen. Das Anliegen ist es nicht, auf der Plattform die Tram zu diskutieren. Dafür kann Norbert Hense ja eine Seite etwa mit dem Titel “Für oder gegen die Tram nach Kehl?” machen.
Wir in SPD und Jusos haben schon mit eindeutigem Ergebnis darüber diskutiert. Wir haben ja wohl das Recht eigene Positionen zu vertreten auch wenn sie unseren politischen Gegnern nicht passen! Und wir sind auch deswegen nicht gleich undemokratisch weil wir unsere politischen Gegner bei uns nicht mitabstimmen lassen.
Hinter der Kampagne für die Tram stecken viel Einsatz, viel Arbeit, viel Zeit und viele Emotionen. Die investieren junge Menschen, die bisher kaum etwas mit Politik zu tun hatten. Sie machen eine Facebook-Seite für die Tram. Und dann kommt gleich ein Landtagskandidat einer gegnerischen Partei und stellt das Anliegen der Kampagne selbst in Frage. Die ganze Arbeit, das Video zu drehen, die Follower-Basis aufzubauen, macht er sich nun sich selbst zu nutze. Soviel Ehrlichkeit muss sein: Wenn ein Landtagskandidat sich im Vorfeld einer Landtagswahl zu einem politischen Thema äussert, dann tut er das dich nicht uneigennützig als einfacher, unparteiischer Bürger.
Wäre es von Norbert Hense nicht fairer gewesen, seine legitimen Anmerkungen zur Tram auf seiner eigenen Seite zu schreiben? Die hat bisher freilich kaum Follower. Anstatt sich die Mühe zu machen, eine Plattform aufzubauen, versucht er die von uns investierte Arbeit für sich zu nutzen. Ich finde das nicht fair. Er könnte ja, wie gesagt, auch eine Facebook-Seite für eine Diskussion zu dem Thema machen.
Es war offensichtlich ein Fehler von mir (mit dem SPD und Jusos nichts zu tun haben) den Eintrag von Norbert Hense zu löschen. Er kann die Sache jetzt genüsslich ausschlachten und sich unter Piraten-Sympathisanten profilieren. Ohne den Einsatz der Jusos für ihr Anliegen wäre das nicht möglich gewesen. Der Aufwand für ihn selbst war dagegen minimal, er musste sich nicht mal eindeutig zur Tram äussern. Doch was hat er eigentlich in der Sache erreicht ausser sich selbst (wenn auch nicht inhaltlich) zu profilieren und das Engagement anderer madig zu machen?
Ich haben den Ban von Norbert Hense aufgehoben. Jeder von Euch kann auf die Seite gehen und schreiben wie doof und undemokratisch ihr die Leute findet, die sich ehrenamtlich für diese konkrete Sache engagieren. Sicher habt ihr aber sinnvollere Wege Euch politisch für etwas einzusetzen.
Nach Lektüre der Kommentare habevich eine Bitte: Wenn man sich schon so moralisch-demokratisch überlegen fühlt, kann man ja auf Hohn und Vorverurteilungen verzichten.
Die ganze Geschichte mit der Löschung eines Eintrags – nicht gerade ein sensationelles Novum im Web 2.0 – ist doof gelaufen, angefangen mit meinem Fehler. Ihr könnt auf unserer Seite nun posten was ihr wollt. Uns liegt viel an Projekt Tram, bitte macht unsere Kampagne nicht kaputt. Ich wünsche Euch frohe Weihnachten, auf das wir respektvoll und tolerant miteinander umgehen!
Fabien Vesper
24. Dezember 2010 um 17:36
Äh, Norbert, Du hast diesen Vesper schon mal gesehen, richtig? Kann der das ernst meinen, was er hier verzapft? Wenn er sich bisher – da sind wir uns wohl einig – zum Affen gemacht hat, was war DAS nun??? Der begreift überhaupt nichts, oder? Der meint doch, man könne eine “Kampagne” zum Selbstbzweck betreiben, damit “junge Menschen, die bisher kaum etwas mit Politik zu tun hatten”, sich plötzlich für Politik (also für die Gestaltung der Welt) begeistern. Diese Tram ist ihm völlig egal, was?! Facebook hält er offenbar für SEINE Plattform! Und dann will er Leute aussperren, die den “jungen Menschen” mal erklären, dass die Welt nicht so einfach ist, wie sie unter dem Kommando der Jusos offenbar glauben gemacht wurden! Dieser Vesper will doch “die Welt” von diesen ach so unschuldigen “jungen Menschen” fernhalten! Der glaubt echt, ER oder die Jusos hätten “die Followerbasis aufgebaut” – kann man sich noch drastischer über das Wesen von Facebook irren?? Was meint Vesper mit “Wenn ein Landtagskandidat sich im Vorfeld einer Landtagswahl zu einem politischen Thema äussert, dann tut er das dich nicht uneigennützig als einfacher, unparteiischer Bürger”? Würde das jemand wollen? Wozu träte ein Landtagskandidat denn dann an? Weiß der überhaupt, was Demokratie ist, nämlich Streit um die beste Lösung? Und warum kann Vesper kein Eszett? Er ist doch kein Schweizer? – Für was ich Vesper insgesamt halte, darf ich hier gar nicht schreiben, aber ich bin – ehrlich – erschüttert über die Dimensionen menschlichen Unvermögens!
24. Dezember 2010 um 21:06
Ne du brauchst bei der SPD nur ein Parteibuch, dann darfst du kritisieren und polemisieren. Auch Endlösungsansätze ala Sarrazin sind dann kein Problem.
Wer hat uns verraten…
25. Dezember 2010 um 05:37
Das erinnert mich daran, wenn 5-Jährige ein Bild von einem Pferd malen und dann die Mutti darum bittet das Kind nicht darauf anzusprechen, dass das Ding gar nicht wie ein Pferd aussieht.
Herr Vesper, es ist ja rührend, wie Sie sich um Ihre Jusos kümmern, aber wenn Sie sie mal ins tiefe Becken lassen, merken sie vielleicht, dass die möglicherweise auch schon schwimmen können. Und wenn nicht, dann holen Sie sie besser wieder an Land.
25. Dezember 2010 um 08:09
Also ich lese Herrn Vesper so:
“Jetzt habe ich so lange gebraucht, unsere politisch uninteressierten Jusos von der Tram zu überzeugen, daß Sie, Herr Hense, sie nicht einfach zum Denken animieren dürfen!”
25. Dezember 2010 um 11:17
Sehr geehrter Herr Vesper,
zunächst einmal danke für ihre Reaktion, denn es ist aus Sicht der Piraten durchaus erfreulich, sich mit seinen politischen – “Gegner” will ich nicht sagen, also “Konkurrenten” – auseinandersetzen zu können. Wieso? Weil man nur wenn man Kritik erfährt auch in der Lage ist, seine eigenen Ansichten kritisch zu hinterfragen und am Ende vielleicht zu korrigieren und zu verbessern. Das ist einer der Hauptunterschiede zwischen einer Demokratie und einer Diktatur, die Auseinandersetzung mit Anders-denkenden. Ich denke gerade aus diesem Blickwinkel können sie vielleicht verstehen, wieso wir ihre Reaktion den Betrag von Herrn Hense zu löschen nicht gut heißen.
Sie widersprechen sich übrigens, wenn sie in ihrem Beitrag davon reden, die Pro-Position des Jusos zur Tram sei beschlossene Sache und sich schon im nächsten Satz verbitten, dass der politische Gegner bei ihnen über dieses Thema mit abstimmt. Soweit ich jedenfalls weiß, hat sich Herr Hense keineswegs unter falscher Akkreditierung in eine SPD-Abstimmung geschlichen und dort an der Abstimmung teilgenommen.
Ihre Anmerkung zu den Followern fand ich übrigens sehr erheiternd, Aufmerksamkeit im Internet gehört nun wirklich nicht zu den Problemen, welche die Piraten haben. Ich gehe vielmehr davon aus, dass ihre Facebookseite sehr von einer fairen Diskussion mit uns profitiert hätte. Leider rutschen sie nach diesem auflockernden Scherz deutlich ins polemische ab und unterstellen uns hier, wir würden versuchen, uns auf Kosten der Jusos zu profilieren, weil wir wohl zu faul wären selbst etwas auf die Beine zu stellen. Auch die Anmerkung, wir würden die Leute, welche sich dort engagieren „doof und undemokratisch“ finden, finde ich äußerst befremdlich. Wenn ich jemanden „doof und undemokratisch“ finde, dann sag ich ihm das schon selbst. Ihre Reaktion diesen Beitrag von Herrn Hense zu löschen finde ich zum Beispiel „doof und undemokratisch“, die Aktions der Jusos hingegen finden wir so gut und demokratisch, dass Herr Hense wohl dachte, es dürften sich auch Leute daran beteiligen deren Meinung von einem bestimmten Raster abweichen.
Ich habe den Originalbeitrag des Kollegen nicht gelesen, doch gehe ich davon aus, wenn er wesentlich von dem, was hier geschrieben wurde abgewichen wäre, hätten sie das an dieser Stelle bereits breit getreten. Insofern gehe ich einfach einmal davon aus, dass die Darstellung wie sie hier erfolgt ist grundsätzlich richtig ist. Und wieder muss ich mich fragen, wo Herr Hense da ihre Position „madig“ gemacht hat? Ich gehe davon aus, dass zumindest die Jusos ihre Position zu diesem Thema vor der Abstimmung durchdacht haben und ich an ihrer Stelle hätte so einen „ich weiß nicht recht“-Kommentar einer konkurrierenden Partei doch eher als Steilvorlage genommen meine Position darzulegen und zu beweisen, dass ich im Gegensatz zu den anderen weiß, wieso ich für die Tram bin. Wer weiß, vielleicht hätten sie am Ende den „politischen Gegner“ überzeugt, dass ihre Position die bessere ist und so in dieser Sache einen Unterstützer gewonnen? Aber aus dem Tenor ihrer Äußerungen hier, muss man wohl eher schließen, dass weniger um die Sache als um den Wahlkampf geht wenn man so allergisch und überzogen reagiert wenn sich ein Mitglied einer anderen Partei zu Wort meldet.
25. Dezember 2010 um 11:22
Lieber Herr Vesper,
hiermit lade ich Sie herzlich zu einer beliebigen Veranstaltung der PIRATEN ein, wo Ihnen eines unserer Mitglieder gerne die Funktion dieses “Internet” (mit Interaktion und so) im Allgemeinen und die Funktionalitäten von Facebook im Speziellen erklären wird. Auch für Sie als Mitglied einer “konkurrierenden Partei” ist dieser Service selbstverständlich kostenlos.
Weihnachtliche Grüße
Matthias Schrade
aka kungler
- Pirat aus Esslingen -
25. Dezember 2010 um 11:55
L’etat c’est moi – danach handeln hier Deutschland leider fast alle politischen Parteien
25. Dezember 2010 um 12:12
Sehr geehrter Herr Vesper,
bitte lassen sie sich von den Jusos mal den Grundgedanken des Internets und den von sozialen Plattformen (Stichwort Austausch) erklären. Sie werden feststellen dass es Internetseiten ohne Kommentarmoeglichkeit gibt. Vermutlich können sie von den Jusos noch viel lernen. Zum Beispiel dass es ein typischer Fehler alter Politiker ist dem Internet folgen zu wollen, dafür aber ausschließlich andere (Agentur/Vorzimmer) einzuspannen.
25. Dezember 2010 um 15:33
Sehr geehrter Herr Vesper,
natürlich ist Ihr anliegen legitim eine Kampange für die Tram zu starten. Wenn sie allerdings keine Reaktionen und Diskusionen mit dem Wähler haben möchten sollten sie dies über Zeitungsartikel, Plakate oder eine einfach Homepage ohne Kommentarfunktionen tun. Im Web und insbesondere in Foren wird nach guter alter demokratischer Tradition diskutiert. Genau hierfür sind Foren da. Ich weiß auch nicht wo sie bisher im Netz unterwegs waren, aber in alle Foren in denen ich bisher war ist es ein schlechter Stil Kommentare andere zu löschen. (Es sei den es handelt sich um Beleidigungen usw.) Dieser schlechte Stil wird im Normalfall von den Foren usern recht schnell angeprangert. Gerade als politische Partei sollten sie das erst nehmen und nicht so abtun als ob hier jemand ihre Arbeit ausschlachten möchte.
Mir persönlich ist es vollkommen egal ob die Tram Strecke nun gebaut wird oder nicht da ihr überhaupt nicht aus Ihrer Region komme. Aber dies Art des Parteienverständnisses begegnet mir gerade in ländlichen Regionen immer wieder und ist für mich unbegreiflich.
Nur weil sie viel Arbeit in ein Projekt stecken (was ihnen natürlich hoch anzurechnen ist) heisst das nicht, das jemand mit einer anderen Ansicht diese nicht kundtun darf um eventuel kritische Fragen zu ihrer bisherigen Arbeit zu stellen. Oder hat ihrer Follower Basis kein Anrecht darauf auch kritische Argumente zu hören. Gerade wenn sie viel Zeit und Mühe investiert haben, sollten sie doch in der Lage sein kritische Fragen mit guten Argumenten zu begegnen um den Kritiker eventuell von ihrer Meinung zu überzeugen.
Mit freundlichen Grüßen
wave
20. Januar 2011 um 19:53
[...] Chrisian Dusch als Vertreter von Herrn Stächele (CDU), Tobias Erhardt (FDP), Fabien Vesper (ja DER Fabien Vesper) als Vertreter von Uwe Hengherr (SPD), Ludwig Kornmeier (GRÜNE) und Esther Bross [...]